DIE STABILEN LEERSTANDSQUOTEN sprechen für eine stabile städtebauliche und soziale Entwicklung der vom Konzern bewirtschafteten Quartiere und belegen, dass sich die Fluktuation und die Veränderung der Bevölkerungsstruktur nicht spürbar auf diese Gebiete auswirkten. Das mangelnde Angebot an verfügbarem Wohnraum führt zu einer sinkenden Umzugsbereitschaft, welche sich in sinkenden Fluktuationsquoten zeigt. Auch die hohe Investition in den Bestand führt zu einer geringeren Umzugsbereitschaft. Für die nächsten beiden Jahre sind keine erhöhten Leerstands- und Fluktuationszahlen mit korrespondierenden Mietausfällen in diesem Zusammenhang zu erwarten. Bei Neuvermietungen von Wohnungen und Garagen erfolgt eine standardisierte Bonitätsprüfung potenzieller Mieter*innen. Darüber hinaus stellt die Leerstandsreduktion durch aktives Asset- und Portfoliomanagement ein strategisches Ziel dar und reduziert so auf der einen Seite die Leerstandskosten und realisiert gleichzeitig vorhandene Mietpotenziale. Durch die aktive Betreuung des Portfolios bis hin zu nachhaltiger Bestandsmieter*innenpflege sichert dem Konzern kontinuierliche Zahlungseingänge und kann zeitnah möglichen Versäumnisausfällen entgegenwirken. Das Risiko von Mietausfällen bei der Wohnungsvermietung ist unter marktüblichen Bedingungen nur in Einzelfällen vorhanden und in seiner Gesamtheit als gering zu erachten. Weitere Vermietungsrisiken zeichnen sich derzeit nicht ab. Der Konzern wird diese Prozesse weiterhin verfolgen, um frühzeitig und angemessen reagieren zu können. Darüber hinaus wird weiterhin mithilfe gezielter Förderungsmaßnahmen die Stabilität der sozialen Struktur im Bestand gestärkt. Im Bereich gewerblicher Vermietung können in Einzelfällen höhere Mietausfälle nicht ausgeschlossen werden. DIE PARKHÄUSER erzielten erstmals positive Deckungsbeiträge von 318,1 T€ (Vorjahr: 211,8T€). Diese resultieren aus der Steigerung der Umsatzerlöse bei den Kurzzeitparkern. Abschreibungen, die mit 3 % bzw. 4 % auf die ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten erfolgten, wurden dabei berücksichtigt. MIT GRÜNDUNG DER FAZ-GMBH als Tochterunternehmen der Bauverein zu Lünen Bau- und Verwaltungs-GmbH wurden die Facharztzentren in Lünen Mersch und am St. Marien-Hospital von der Gesellschafterin auf diese übertragen. Aufgrund kleinerer Schäden am Kühlleitungssystem wurde festgestellt, dass es sich scheinbar um eine mangelhafte Ausführung bei der Herstellung des Gebäudes handelt. Die Bauverein zu Lünen Bau- und Verwaltungs GmbH hat zur Sicherung evtl. Schadensersatzansprüche ein entsprechendes Beweissicherungsverfahren angestrebt. Für dieses Verfahren wurden bereits in den Jahresabschlüssen für 2020 und 2021 eine Rückstellung für Verfahrenskosten gebildet. Ebenso wurde eine Rückstellung für die Beseitigung der Schäden gebildet. Nach Abschluss des Beweissicherungsverfahren in 2024 wurde Klage gegen den beauftragten Fachingenieur erhoben. Im April 2025 erfolgte ein Gütetermin durch das Gericht. In diesem Termin wurde ein Vergleich erzielt, durch den die Gesellschaft einen Anspruch von 300 T€ erwirken konnte. 94
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