Geschaeftsbericht2025

2 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN RAHMENBEDINGUNGEN Die deutsche Wirtschaft hat sich 2025 nach zwei Rezessionsjahren leicht erholt. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 0,2 %, kalenderbereinigt um 0,3%. Treiber waren vor allem höhere Konsumausgaben der privaten Haushalte und des Staates. Die Exportwirtschaft blieb unter Druck – insbesondere durch US‑Zölle, die Euro-Aufwertung und zunehmende Konkurrenz aus China. Auch die Investitionstätigkeit blieb schwach. Im europäischen Vergleich lag Deutschland erneut im hinteren Feld. Länder wie Polen oder Spanien verzeichneten deutlichere Wachstumsimpulse, während Deutschland am unteren Ende rangiert. Für 2026 erwarten Wirtschaftsforschungsinstitute ein Wachstum von etwa 1,0 %, gestützt vor allem durch höhere öffentliche Investitionen in Infrastruktur, Digitalisierung, Energiewende und Verteidigung. Risiken bestehen weiterhin durch geopolitische Spannungen und mögliche Handelskonflikte. Die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung sank 2025 leicht um 0,1 %. Das Produzierende Gewerbe verzeichnete ein Minus von 1,0 %, besonders in Automobilindustrie, Maschinenbau und energieintensiven Industrien. Das Baugewerbe blieb in einer schwierigen Lage, die Wertschöpfung sank um 3,6 %. Der Tiefbau zeigte positive Tendenzen. Im Dienstleistungssektor entwickelten sich Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie Information und Kommunikation positiv. Unternehmensnahe Dienstleistungen verzeichneten dagegen leichte Rückgänge. Die Grundstücks- und Wohnungswirtschaft steigerte ihre Bruttowertschöpfung um 0,5 % und trägt stabil zur Gesamtwirtschaft bei. Die Zahl der Erwerbstätigen stagnierte 2025 bei 46 Millionen Personen. Der zuvor langjährige Beschäftigungsanstieg endete. Höhere Erwerbsbeteiligung und Zuwanderung konnten die demografischen Rückgänge nur teilweise ausgleichen. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,3 %. Der Fachkräftemangel bleibt ein strukturelles Problem, insbesondere in Logistik und freien Berufen. Die Inflation lag 2025 bei durchschnittlich 2,2 %. Die Baupreise bleiben trotz sinkender Energiepreise hoch und steigen stärker als die allgemeine Teuerung. Besonders Ausbaugewerke und technische Anlagen trugen zum Preisdruck bei. 76

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