i rern, die Koordination von Handwerksbetrieben, die Rechnungsprüfung und natürlich auch die Abrechnung mit der Versicherung. „Kein Schaden gleicht dem anderen“, sagt Beate Mehring. Auch wenn Leitungswasserschäden den größten Teil ausmachen – von verstopften Abflüssen bis zu Haftpflichtfällen reicht die Palette. „Wohnungsbrände sind zum Glück selten, aber immer besonders einschneidend – da geht es nicht nur um die Wohnung, sondern auch um das Eigentum der Mieterinnen und Mieter“ Bartosz Szczypek erinnert sich an einen Fall, bei dem ein kleiner Haarriss in einer Wasserleitung unbemerkt blieb – und am Ende das komplette Badezimmer zerstörte. „Da wird einem bewusst, wie groß die Auswirkungen kleinster Schäden sein können.“ ORGANISATION MIT SYSTEM UND VIEL MENSCHLICHKEIT Doch wie läuft die Bearbeitung konkret ab? „Zuerst erfolgt eine Besichtigung durch unseren technischen Dienst. Danach melden wir den Schaden bei der Versicherung, beauftragen Handwerksfirmen, koordinieren den Ablauf und kontrollieren am Ende die Abrechnung“, erklärt Beate Mehring. Was dabei besonders wichtig ist? „Dass wir die Sorgen der Betroffenen ernst nehmen. Es geht nicht nur um trockene Akten, sondern um Menschen, deren Alltag gestört ist“, betont Bartosz Szczypek. Genau deshalb sei der persönliche Kontakt so entscheidend. Typische Fragen sind: Wie lange dauert die Wiederherstellung? Wer zahlt was? – etwa bei Tapeten oder Stromkosten für Bautrockner. Die Schadensbearbeitung ist ein echtes Gemeinschaftswerk: „Wir stehen in engem Austausch mit der Technik, Vermietung und Buchhaltung – Zahlungen werden geprüft, größere Reparaturen abgestimmt und manchmal auch ein Vertragsbeginn angepasst“, erklärt Beate Mehring. Die Digitalisierung habe dabei viele Abläufe verändert – aber auch erleichtert. TIPPS FÜR DEN ERNSTFALL UND FÜR DEN ALLTAG Was tun, wenn ein Schaden auftritt? „Im Zweifel lieber einmal zu viel anrufen“, rät Bartosz Szczypek. Bei Brand: 112 wählen und dann unbedingt den Bauverein informieren. WARUM HAFTPFLICHT- UND HAUSRATVERSICHERUNG SINNVOLL SIND Ein geplatztes Wasserrohr, ein versehentlich beschädigter Waschtisch oder ein Einbruch – solche Schäden können teuer werden. Eine private Haftpflichtversicherung schützt Sie, wenn Sie fremdes Eigentum beschädigen. Eine Hausratversicherung sichert Ihre Einrichtung bei Schäden durch Feuer, Wasser, Sturm oder Diebstahl ab. Beides ist kein Muss, aber sehr zu empfehlen. Beate Mehring ergänzt: „Bei Rohrbrüchen an der Wasserleitung: sofort absperren. Bei Verstopfungen: Nachbar*innen informieren. Und grundsätzlich ist eine private Haftpflicht- und Hausratversicherung enorm wichtig. Sie bewahrt vor finanziellen Folgen.“ Vermeiden lässt sich nicht jeder Schaden – aber rechtzeitiges Handeln kann viel bewirken. WÜNSCHE FÜR DIE ZUKUNFT Für die Zukunft wünscht sich Beate Mehring vor allem eines: „Dass wir weiterhin freundlich und respektvoll miteinander umgehen – dann findet sich für jedes Problem eine Lösung.“ Und auch Bartosz Szczypek betont: „Wenn alle an einem Strang ziehen – Mieter*innen, Kolleg*innen, Geschäftspartner*innen – dann kann man auch schwierige Situationen gemeinsam gut meistern.“ Denn eines gilt für beide: Die Arbeit endet nicht beim Formular – sondern dort, wo Menschen echte Unterstützung brauchen. Jeder Versicherungsfall betrifft einen Menschen – das darf man nie vergessen. BAU.in 02|25 15 INTERN
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